Förderkreis Gedenkstätte und Lernort Stadthaus
Mitglied in der "Initiative Gedenkort Stadthaus"
Hamburg

Aktuelles

AUFRUF ZUM 8. MAI: Die "Initiative Gedenkort Stadthaus" ruft zu Mahnwachen vor den Ausgängen Stadthausbrücke 4, 8 und 10 sowie zu einer Abschlusskundgebung vor dem Turmhaus Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall auf. Die Mahnwachen beginnen um 16:45 Uhr, die Abschlusskundgebung um 18:00 Uhr. Anschließend findet um 19:00 Uhr wieder eine Aufführung des Oratoriums "tenebrae" von Michael Batz und Ernst Bechert im Arkadengang Stadthausbrücke 8 statt. Der Eintritt ist frei.

26.03.2019: Vor der 9. Beiratssitzung fand eine Besichtigung des ehemaligen Polizeiführungsbunkers unter dem Petersen-Platz vor dem Görtz'schen Palais statt. Alle Teilnehmenden waren überrascht über den sehr guten Zustand und die Größe der Räume. Eine Be- und Entlüftungsanlage aus den 90er Jahren sorgt dafür, dass die Räume trocken sind. Ein Zugang besteht heute von der Wasserseite aus, der zweite Zugang vom Görtz'schen Palais aus ist zugemauert, wäre aber leicht zu öffnen. Die Räumlichkeiten sind hell, gut beleuchtet und fast besenrein sauber. Außerdem sind sie größer, als auf dem Plan von 1942, da einige Zwischenwände herausgenommen worden sind. Die Anlage hat eine Größe von über 300 Quadratmetern, bei einer Deckenhöhe von ca. 2,60 Meter. Alle Beiratsmitglieder waren sich einig, dass sich hier eine neue mögliche Perspektive für ein Dokumentationszentrum und einen Lernort eröffnet.

21.03.2019: Inzwischen ist die Stellenausschreibung für die wissenschaftliche Stelle für den "Geschichtsort Stadthaus" online:

  • Stellenangebot

  • 20. März 2019: Der Infoladen Wilhelmsburg hatte mich, Uwe Leps, Sprecher des Förderkreises, Mitglied des Beirates und der "Initiative Gedenkort Stadthaus", zu einem Infoabend eingeladen. Gekommen waren 25 überwiegend junge Menschen aus dem Stadtteil, um sich über die Geschichte des Stadthauses und die aktuellen Auseinandersetzungen um ein angemessenes und würdiges Gedenken an diesem Ort zu informieren. Die Empörung über den aktuellen Umgang der Stadt Hamburg mit diesem Ort war einmütig. Gleichzeitig waren auch Mitglieder der "Initiative Dessauer Ufer“ anwesend, die auf ihre Aktivitäten aufmerksam machten und Parallelen zu den Auseinandersetzungen um das Stadthaus aufzeigten. Auch hier geht es darum, ein historisches Gebäude, in diesem Fall den "Kaispeicher G", ein früheres Außenlager des KZ-Neuengamme, vor dem Zugriff des Kommerzes zu retten und dort ein angemessenes Gedenken zu ermöglichen.

    Ich wurde nicht das erste Mal zu einem Vortrag über das Stadthaus eingeladen. Im September 2018 war es ein privater Kreis von 15 Personen, die sich am Abend in einer Arztpraxis in Ottensen versammelt hatten. Am 14. Dezember 2018 war ich auf Einladung der „Antifa Altona Ost“ im Centro Sociale im Karolinenviertel. Dort waren 80 junge Antifaschist*innen versammelt und zeigten sich an dem Thema sehr interessiert. Am 25. Januar dieses Jahres war ich im „Stadtteiltreff A.G.D.A.Z. in Steilshoop e.V.“ (Arbeitsgemeinschaft deutsch-ausländische Zusammenarbeit), um die dort anwesenden 20 Personen über das Stadthaus zu informieren. Da ich gleichzeitig auch Mitglied der Willi-Bredel-Gesellschaft – Geschichtswerkstatt in Fuhlsbüttel bin, war es eine Selbstverständlichkeit, meinen Vortrag auch in diesem Kreis zu halten. Dort waren am 22. Januar 2019 ebenfalls ca. 20 Personen versammelt. Auch die Gruppe „Omas gegen rechts“ hat bereits angefragt, dort soll die Veranstaltung nach den Europa-Wahlen stattfinden. 21. März 2019, Uwe Leps

    11.03.2019: Ein Leserbrief in der Jüdischen Allgemeinen bringt den Konflikt um das Stadthaus auf den Punkt:

    05.02.2019: Nachdem am 4. Dezember 2018 vier Mitglieder des „Beirates“ als Expert*innen im Kulturausschuss angehört worden waren, fand am 5. Februar 2019 die Anhörung des Kultursenators Brosda statt. In langen, weitschweifigen Ausführungen und mit gedrechselten Sätzen verteidigte er den jetzigen Zustand und lobte die jetzt erreichten Fortschritte. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es eine Gesamtschau des Widerstandes in den Stadthöfen nicht geben wird. Seine Begründung: Einem Investor wie Quantum sei es nicht zuzumuten, eine Gedenkstätte zum Widerstand zu organisieren. Hier der Bericht:

    05.02.2019: Frank Keil von der TAZ bringt einen sehr ausführlichen und sehr engagierten Vergleich zwischen dem, was in Hamburg als "Geschichtsort" präsentiert wird und dem, was in Stuttgart im Hotel Silber realisiert wurde. Stuttgart zeigt, was auch in Hamburg möglich sein sollte (siehe Presseseite).

30.01.2019 Knapp 200 Menschen haben sich zur vierten Kundgebung der "Initiative Gedenkort Stadthaus" versammelt, um ihren Protest gegen den Umgang der Stadt Hamburg mit diesem historisch so belasteten Gebäudekomplex auszudrücken. Zunächst erinnerte Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der VVN-BdA an den Zusammenhang zwischen dem 30. Januar 1933, dem Tag der Machtübergabe an Hitler und dem 27. Januar 1945, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Wolfgang Kopitzsch, Vorsitzender der AvS, schilderte sehr detailreich und eindrucksvoll den Umbau der Weimarer Polizei zum NS-Terrorapparat und warnte gleichzeitig vor den Anfängen, die sich in Form der AfD heute bereits wieder zeigen. Marlies Engel las Berichte aus dem Hamburger Widerstand vor, Texte von Anni Kreutzer und Walter Schmedemann. Ein junger Vertreter der "Initiative Dessauer Ufer" wies mit eindrucksvollen Worten auf die Notwendigkeit hin, das ehemalige KZ-Außenlager "Kaispeicher G" im Hafen für die Nachwelt zu erhalten und nicht dem Profitinteresse von Investoren zu opfern. Ulli Hentschel, Pastor im Ruhestand, zog Bilanz nach einem Jahr "Initiative Gedenkort Stadthaus". Er zeigte auf, was erreicht wurde und was noch nicht. Dabei betonte er auch, dass die Aktivitäten weitergehen werden, bis die Forderung der Initiative nach einem angemessenen und würdigen Gedenkort erfüllt ist. Durch die Veranstaltung führte Siri Keil und für den musikalischen Rahmen sorgte Georgia Hoppe mit ihrem Saxophon.

23.01.2019: Die 8. Beiratssitzung brachte keine Fortschritte. Hier ist der Bericht:

09.01.2019: Interview der TAZ mit Wolfgang Kopitsch zur Geschichte und den aktuellen Auseinandersetzungen um das Stadthaus (siehe Presseseite).

09.01.2019: Das Hamburg Journal macht Werbung für den "Lesesaal"! Ein unglaublich einseitiger Filmbericht (siehe Presseseite).

08.01.2019: Die "Initiative Gedenkort Stadthaus" ruft zu einer Kundgebung am 30.01.2019 um 17:00 vor dem Stadthaus auf (Ecke Stadthausbrücke und Neuer Wall):

20.12.2018: Uns erreichte diese Mail mit den angehängten Fotos: "Sehr geehrte Förderkreismitglieder, der 'Geschichtsort' wurde heute wieder anderweitig genutzt. Für eine Fernsehaufzeichnung fanden wir die Tische an die Wand geräumt. Uns wurde angeboten, vorübergehend das Licht anzuschalten, damit wir die Ausstellung besuchen können…." Offenbar war der NDR mit Anke Harnack im "Lesesaal", um Frau Krawehl für das Hamburg Journal zu interviewen.

19.12.2018: Ein sehr interessanter Beitrag von Axel Schröder zum Stadthaus und zur Erinnerungskultur in Hamburg wurde im Deutschlandfunk Kultur gesendet (siehe Presseseite).

18.12.2018: Die Auseinandersetzungen um das Stadthaus inspirieren auch immer wieder künstlerische Aktivitäten. Nachdem die Künstler*innengruppe "How to Monument" im September eine Vitrine mit der Aufschrift "GESTAPO" vor dem "Geschichtsort" aufgestellt hatte (siehe Eintrag vom 27.11.2018), hat nun die "Arbeitsgemeinschaft Kunst und Satire" einen Flyer zum Hotel "Tortue" erstellt und dort an Hotelgäste verteilt. Außerdem hat uns ein "Hans Hamb" einen satirischen Kommentar zum ZEIT-Artikel "Glücklich ist, wer vergisst - Hamburgs Geschichtsignoranz nimmt bizarre Formen an" vom 06.12.2018 zugeschickt (siehe Presseseite).

06.12.2018: Auch die Junge Welt berichtet ausführlich über die Eröffnung des Gestapo-Gedenkortes "Hotel Silber" in Stuttgart (siehe Presseseite).

05.12.2018: Das Abendblatt bringt einen langen Bericht über die Zukunft der Stadthöfe, ihrer Investoren und zukünftigen Mieter*innen (siehe Presseseite). Das Interessante daran ist, dass berichtet wird, dass viele Räume nocht nicht vermietet sind, obwohl die Firma Quantum schon am Anfang des Jahres dem Beirat über die Kulturbehörde hat mitteilen lassen, dass alle Räume vermietet seien und daher keine Räume für einen möglichen Lernort oder eine größere Gedenkstätte zur Verfügung stünden. Alternative Wahrheiten im Zeitalter von Fake-News?

03.12.2018: In der heutigen TAZ kann man auf Seite 15 unter der Überschrift "Das ganz normale Morden" über die am Dienstag eröffnete Gedenkstätte "Hotel Silber" in der ehemaligen Gestapozentrale in Stuttgart einen bemerkenswerten Artikel darüber lesen, wie man eine würdige Gedenkstätte - auch nach vergleichbaren Widrigkeiten - zustandebringt. Dieses positive Beispiel ist ein Maßstab für die hiesige Rot-Grüne Koalition. Den TAZ-Artikel gibt es auch online. Außerdem berichtete die FASZ schon im Juni sehr ausführlich über die Gedenkstätte Hotel Silber.

27.11.2018: Die 7. Beiratssitzung ließ Perspektiven für eine künstlerische Interimslösung und einen möglichen Lernort im ehemaligen Polizeiführungsbunker erkennen. Entscheidungen wurden aber noch nicht getroffen. Hier ist der Bericht:

17.11.2018: Tagung des Verbandes der Geschichtswerkstätten in Hamburg zum Stadthaus in den Räumen des Stadtteilzentrums in Horn. Gastgeber dieser Tagung war die Geschichtswerkstatt in Horn.

60 Gäste verfolgen die Impulsreferate und die Diskussion auf dem Podium. Von links nach rechts: Wolfgang Kopitzsch (AvS), Georg Chodinskis (VVN-BdA), Dr. Jürgen Bönig (Diskussionsleitung), Farid Müller (Grüne), Norbert Hackbusch (Linke), Dietrich Wersich (CDU).

08.11.2018: Die Kundgebung der "Initiative Gedenkort Stadthaus" ist leider nicht ganz so gut besucht wie die beiden vorangegangenen Kundgebungen. Dafür sind die gehaltenen Beiträge umso eindrucksvoller. Einen ausführlichen Bericht bringt die "Junge Welt"(siehe Presseseite).

01.11.2018: Die "Initiative Gedenkort Stadthaus", in der auch der Förderkreis mitarbeitet, ruft zu einer Kundgebung am Donnerstag, den 8.11.2018 um 17:00 vor dem Turmhaus Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall auf. Wir wollen noch einmal deutlich machen, dass im jetzigen "Geschichtsort" in einer Buchhandlung mit Café ein würdiges und angemessenes Gedenken an den Nazi-Terror, der im Stadthaus organisiert wurde, nicht möglich ist. Mit Beiträgen von: Marianne Wilke, VVN-BdA, gehört zu den Überlebenden der Hamburger jüdischen Familie Lehmann Wolfgang Kopitzsch, Vors. der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten Ibrahim Arslan, Überlebender des Brandanschlags in Mölln 1992 Ernst Bechert, Komponist („Tenebrae“) Antifaschistisch organisierte Jugendliche Cornelia Kerth, Vors. Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten. Lesung: Marlies Engel,Musik: Karsten Glinski, Moderation: Siri Keil und Ulrich Hentschel

Rechtzeitig zur Kundgebung am 08.11.2018 vor dem Stadthaus gibt es auch einen neuen Flyer der Initiave:

26.10.2018 Die Hamburger Gedenkkultur hat mehrere große Baustellen. Fachleute haben jetzt in der Sendung „Treffpunkt Hamburg“ bei NDR 90,3 diese Problemfälle diskutiert und nicht nur einen angemessenen Gedenk- und Lernort im Stadthaus gefordert, sondern auch einen Gedenkort für die Kolonialzeit vorgeschlagen. Auch der „Kriegsklotz“ aus der Nazi-Zeit am Stephansplatz wirft immer noch Fragen auf (siehe Presseseite)..

24.10.2018 Hinweis: Am Dienstag, dem 30. Oktober 2018, kommt das Oratorium „Tenebrae“ von Michael Batz und Ernst Bechert im Mahnmal St. Nikolai zur Aufführung. Beginn ist um 19.30 Uhr. Das Oratorium erinnert an die Opfer der Gestapo im Hamburger Stadthaus und an die Opfer von Folter weltweit. Nach einer ersten Aufführung der „Interventionsfassung“ Anfang Mai zur Eröffnung der Gedenkstätte in den Stadthöfen findet nun die eigentliche Uraufführung des vollständigen Werks statt.

24.10.2018: Die "Initiative Gedenkort Stadthaus", in der auch der Förderkreis mitarbeitet, ruft zu einer verstärkten Teilnahme an den Mahnwachen an jedem Freitag auf:

19.10.2018: Der Verein der Hamburger Geschichtswerkstätten veranstaltet am 17. November von 14:30 bis ca. 19:00 in der Geschichtswerkstatt in Horn eine Tagung zum Thema: "Gedenkstätte und Lernort Stadthaus - was ist uns das wert?" Die Einladung mit der Tagesordnung und den eingeladenen Gästen finden Sie hier:

15.10.2018: Auch die sechste Beiratssitzung brachte nichts wesentlich Neues:

11.10.2018: Die Hamburger Morgenpost berichtet wieder sehr engagiert über die aktuelle Entwicklung des Konflikts um das Stadthaus und die Äußerung von Prof. Nachhama auf der fünften Beiratssitzung. (siehe Presseseite).

01.10.2018: Die Hamburger Morgenpost berichtet über einen Vorfall, bei dem eine Besuchergruppe aus dem "Geschichtsort" von der Betreiberin der Buchhandlung hinauskomplimentiert wurde. (siehe Presseseite).

28.08.2018: Das Kulturjournal von NDR 90,3 bringt einen Bericht über die Stadthöfe mit Stellungnahmen von Prof. Dr. Ursula Büttner (Hamburger Historikerin) und Dr. Stephan Linck (Evangelische Akademie).(siehe Presseseite).

23.08.2018: Die fünfte Beiratssitzung konnte einen Gast begrüßen: Prof. Dr. Nachama aus Berlin (Topografie des Terrors). Hier ein Bericht von der fünften Beiratssitzung:

24.07.2018: Eine Poppenbüttler Rechtsanwältin hat sich an den Förderkreis gewandt, weil sie mehrere Jahrgänge der "Juristischen Wochenschrift" (1925 bis 1941) dem Archiv der Gedenkstätte und dem Lernort Stadthaus für Forschungszwecke überlassen möchte. Wir haben Sie darüber informiert, dass es einen solchen Lernort mit einem Archiv nicht gibt und der jetzt vorhandene Raum mit seinen knapp 70 Quadratmetern dafür auch nicht ausreichen würde. Sie hat sich dann damit einverstanden erklärt, dass der Förderkreis die 49 Bände zunächst einmal übernimmt und im Büro der Willi-Bredel-Gesellschaft - Geschichtswerkstatt einlagert. Dort sind diese Bände für Interessierte nach Terminabsprache einsehbar. Hierdurch wird wieder einmal deutlich, wie ungeeignet die jetzige Lösung ist. Der Aufbau eines Archivs und die Durchführung historischer Forschung sind im "Geschichtsort" mit Café und Buchhandlung nicht möglich.

12.07.2018: Auch die vierte Beiratssitzung hat keine wesentlichen Forschritte gebracht. Man dreht sich im Kreis und wiederholt immer wieder gegenseitig dieselben Argumente. Trotzdem ein kurzer Bericht:

01.07.2018: Als Reaktion auf die Online-Petition haben wir eine Zuschrift von Ragna Lüders bekommen, die wir mit ihrer Genehmigung hier wiedergeben: "...nun möchte ich mich doch zu Wort melden, vor allem um mich für ihr Engagement in dieser Sache zu bedanken. Ich finde es wichtig, dass das Bewusstsein für eine solche Ungeheuerlichkeit geweckt wird, und bedanke mich von Herzen, dass Sie sich in dieser Form dafür einsetzen. Nach dem Besuch in der 'Gedenkstätte' war ich geschockt! So hatte ich mir das, auch nach dem Lesen der Zeitungsberichte, nicht vorstellt. Von meinem Großvater Walther Lüders ist dort ein Foto aufgehängt und es ist erschreckend, wie unangemessen der Raum für eine Würdigung seines Mutes und seiner Entschlossenheit ist, für die er mit dem Leben bezahlt hat. Ebenso natürlich auch das Leid aller Anderen, die dort Erwähnung finden. Unerklärlich ist mir auch die Gestaltung der Schriftzüge, sowie der Name des Hotels. Tortue ist zwar fanzösich, ist aber leicht zu verwechseln mit dem englischen torture (Folter). Es fällt mir schwer vorzustellen, dass das ein Zufall ist. Es ist eine Schande für unsere Stadt, dass so etwas auf diese Weise möglich ist. Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Ragna Lüders" Vielen Dank!

28.06.2018: 20 Historikerinnen und Historiker aus der ganzen Bundesrepublik fordern in einen Offenen Brief an Bürgermeister Tschentscher einen angemessenen und würdigen Gedenkort in Hamburg und kritisieren die jetzige Lösung als nicht dem Kaufvertrag zwischen der Stadt Hamburg und Quantum entsprechend. Dieser Brief wurde erst veröffentlicht, nachdem der Bürgermeister zwei Wochen Zeit hatte, darauf zu reagieren. Er hat es nicht getan.

Ein vom Beirat gefordertes Spitzengespräch zwischen dem Kultursenator und der Geschäftsführung der Firma Quantum findet nicht statt. Stattdessen gibt es ein Treffen zwischen der Staatsrätin und der Projektentwicklerin der Firma. Das zeigt deutlich, wie mit den Vorschlägen des Beirates in der Kulturbehörde umgegangen wird.

23.06.2018: Sowohl die TAZ also auch die MOPO haben die Presseerklärung von Cornelia Kerth und Ulrich Hentschel aufgegriffen und gehen in ihren aktuellen Artikeln zu den Stadthöfen darauf ein. Die Links sind auf der Presseseite zu finden. Olaf Wunder geht in seinem Artikel auch auf den Namen des Hotels in den Stadthöfen ein. Es heißt französisierend "Tortue" und ist damit nur einen Buchstaben vom Wort "Tortur" entfernt. Eine weitere instinktlose Entgleisung des Quantum-Managements!

14.06.2018: Cornelia Kerth und Ulrich Hentschel (VVN-BdA) haben eine Presseerklärung zu Aussagen von Frau Krawehl veröffentlicht, mit denen sie in den Medien zitiert wurde:

18.05.2018: Nach der gestrigen dritten Beiratssitzung eine kurze Einschätzung der aktuellen Situation und möglicher Perspektiven.

16.05.2018: Ulrich Hentschel hat uns einen Artikel aus der TAZ geschickt und dazu einen Leserbrief geschrieben. Beides findet sich auf der Presseseite.

03.05.2018: Aktuelle Medienbeiträge finden sich auf der Presseseite, Fotos von der Kundgebung am 02. Mai auf der Fotoseite.

02.05.2018: Die von der "Initiative Gedenkort Stadthaus" organisierte Kundgebung begann um 17:30, während sich die Kreuzung vor dem Turmhaus langsam mit Menschen füllte. In eindrucksvollen und teilweise auch sehr bewegenden Beiträgen wurde auf die Notwendigkeit eines angemessenen und würdigen Gedenkortes hingewiesen und deutlich gemacht, das das, was sich jetzt "Geschichtsort Stadthaus" nennt, diesen Anspruch in keiner Weise erfüllt. Auf der Kundgebung sprachen: Ester Bejerano, Vorsitzende des Auschwitzkomitees und Ehrenpräsidentin der VVN-BdA, Wolfgang Kopitzsch, Bunesvorsitzender des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS), Ruth Barriff aus Großbritannien, Tochter von Werner Stender, Martine Letterie aus den Niederlanden, Amicale Internationale KZ Neuengamme, Magda Wajsen aus Polen, deren Großvater von der Gestapo nach Neuengamme verschleppt wurde und Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Darüber hinaus wurde aus den Erinnerungen der Widerstandskämpferin Lucie Suhling und aus den Erinnerungen Werner Stenders an das Stadthaus vorgelesen. Durch die Veranstaltung führte Siri Keil und für den musikalischen Rahmen sorgte Karsten Glinski (Saxophon).

01.05.2018: Anlässlich der Eröffnung des Buchladens und anlässlich der internationalen Kundgebung der "Initiative Gedenkort Stadthaus" in unmittelbarer Nähe, schickt die Quantum AG einen Tag vorher über ihre Werbeagentur ein "Presseinfo" an die Medien. Auch dieser Text enthält wieder den Hinweis auf den "Beirat" als Expertengremium, das fachkompetent Quantum und die Kulturbehörde berät. Hierdurch soll der Eindruck erweckt werden, dass bei so viel Fachkompetenz schon alles seine Richtigkeit hat. Dass die Mehrheit dieses "Beirates" diese Vermengung von Buchhandlung, Café und "Geschichtsort" als unangemessen und unwürdig ablehnt, bleibt natürlich unerwähnt. Der Link zu dieser Presseerklärung findet sich auf der Presseseite.

26.04.2018: Nachdem die Online-Petition kurze Zeit deaktiviert war, ist sie jetzt wieder online. Die Initiative Gedenkort Stadthaus hat eine kleine Änderung im Petitionstext beschlossen. Als möglicher Träger eines würdigen Gedenkortes wird als Beispiel jetzt nur noch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme genannt, nicht mehr ein noch zu gründender Verein oder eine Stiftung. Nach dieser kleinen Änderung ist die Petition wieder online und wir bitten um eine weitere Verbreitung in Ihrem/eurem Umfeld oder Bekannentkreis. Trotz der vorübergehenden Deaktivierung haben wir inzwischen über 400 Unterschriften gesammelt. Am 2. Mai 2018 wird die Buchhandlung eröffnet, gleichzeitig wird auf den verbliebenen 70 Quadratmetern eine von einer Ausstellungsagentur gestaltete provisorische Ausstellung gezeigt. Zur Erinnerung: Am 02. Mai findet um 17:30 die Kundgebung mit internationaler Beteiligung an der Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall unter dem Motto: "Kosum statt Gedenken? Niemals!" statt. Wir hoffen auf eine breite Beteiligung an dieser Kundgebung, um Senat, Bürgerschaft und Quantum noch einmal deutlich zu sagen: So geht es nicht!

12.04.2018: Bericht von der zweiten Beiratssitzung: Heute fand eine Begehung der Räumlichkeiten Stadthausbrücke 8a statt. Teilgenommen haben die Mitglieder des "Beirates" sowie Frau Krawehl, Frau Dr. Busse und ein Vertreter der Ausstellungsagentur Missal, Gies & Partner. Die Bauarbeiten für die Eröffnung der Buchhandlung sind in vollem Gange. Wie bereits befürchtet, hat sich deutlich gezeigt, dass für den Gedenkort viel zu wenig Platz vorhanden ist. Insgesamt sind die Räumlichkeiten sehr verwinkelt und unübersichtlich. Auch für die Buchhandlung mit Café ist der Platz sehr knapp bemessen. Der Seufzergang darf aus feuerpolizeilichen Gründen nur bis zu Hälfte betreten werden, da er am Ende durch eine Mauer geschlossen ist und somit nur ein Fluchtweg zur Verfügung steht. Außerdem ist er nur mit einem entsprechenden Transponder zugänglich. In seiner Enge und mit der niedrigen Decke wirkt er sehr beklemmend. Eine ideale Alternative wäre der ca. 500 Quadratmeter große Raum rechts neben der Buchhandlung (von der Straße aus gesehen). Er ist noch nicht verkauft oder vermietet, jedoch gibt es wohl schon Verhandlungen mit einem möglichen Interessenten.

03.04.2018: Interessant für die Auseinandersetzungen um das Stadthaus sind auch vergleichbare Gedenkstätten in anderen Städten. Einige Links zu diesen Gedenkstätten finden sich auf unserer Seite "Weblinks":

29.03.2018: Bericht von der ersten Beiratssitzung:

12.03.2018: Einladung zu einer ersten Sitzung des "Beirates" am 28.03.2018. Mitglieder des Beirates sind:

Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS), Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB Hamburg), Förderkreis Gedenkstätte und Lernort Stadthaus, „Stolperstein“-Initiativen, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA), Prof. Dr. Hans-Jörg Czech (Direktor Museum für Hamburgische Geschichte), Herbert Diercks (Ausstellungskurator KZ-Gedenkstätte Neuengamme), PD Dr. Kirsten Heinsohn (stellv. Direktorin Forschungsstelle für Zeitgeschichte), Dr. Stephan Linck (Studienleiter Evangelische Akademie der Nordkirche), Dr. Miriam Rürup (Direktorin Institut für die Geschichte der deutschen Juden). Staatsrat a.D. Hans-Peter Strenge soll den Beirat zu moderieren. Von Seiten der Behörde für Kultur und Medien werden Frau Dr. Busse und Dr. Detlef Garbe (Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme) die Beiratsarbeit begleiten.

27.02.2018: Presseerklärung der "Initiative Gedenkort Stadthaus":

22.02.2018: Kurzer Bericht vom Treffen des Kultursenators mit Vertreter_innen von Opferverbänden, Geschichtswerkstätten, Initiativen und eingeladenen Einzelpersonen:

15.02.2018: Der Hamburger Historiker Dr. Jürgen Bönig hat uns eine Stellungnahme zur Veröffentlichung zugeschickt. Dabei beleuchtet er vor allem die Rolle des Architekten:

14.02.2018: Die "Initiative Gedenkort Stadthaus" hat ihren Flyer aktualisiert.

12.02.2018: Nachdem Quantum erklärt hat, die umstrittenen Schriftzüge am Eingang zum Stadthaus wieder zu entfernen, wurden sie jetzt über beiden Eingängen abgeschraubt.

09.02.2018: Den Förderkreis erreichte ein Brief von Antje Kosemund aus Österreich:

30.01.2018: An die 300 Menschen versammelten sich am 30. Januar 2018 vor den "Stadthöfen", um gegen die Kommerzialisierung der Gedenkkultur in Hamburg zu protestieren. Redner_innen auf der Kundgebung waren: Wolfgang Kopitzsch (AvS), Ilse Jacob (VVN-BdA), Ulrich Hentschel (Pastor i. R.), Prof. Dr. Ulrich Bauche (Sohn von A. W. Bauche), Marco Alexander Hosemann (City-Hof, Recht auf Stadt), Detlef Baade (Sohn von Herbert Baade) und ein Vertreter der Gruppe "Lelka und Mania". Rolf Becker und Sylvia Wempner trugen Texte aus den Erinnerungen von Lucie Suhling und Zeugenaussagen zur Ermordung von Alwin Esser vor. Durch die Kundgebung führten Siri Keil (Linke) und Cornelia Kerth (VVN-BdA)

30.01.2018: Hinterbliebene von Gestapo-Opfern haben einen Offenen Brief an den Senat der Stadt Hamburg verfasst:

29.01.2018: Die Kulturbehörde reagiert auf die Aktivitäten der Opferverbände und Initiativen. Es soll bei der verharmlosendenden Bezeichnung "Ort der Erinnerung" bleiben:

Am 15. Januar 2018 hat sich ein breites Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen zusammengefunden, um sich als "Initiative Gedenkstätte Stadthaus" für einen angemessenen Gedenkort im Stadthaus einzusetzen. Es wurde ein gemeinsamer Aufruf für die Kundgebung am 30. Januar 2018 vor dem Stadthaus verabschiedet. Das nächste Treffen dieser Initiative findet am 5. Februar 2018 statt (Ort und Zeit unter "Termine").

10.01.2018: Nun ist es offiziell: Die Eimsbütteler Buchhandlung zieht in die Stadthöfe um:

Einige Dokumente aus den Vorjahren finden sich auf der Seite "Geschichte".